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Warum ich den Supervollmond nicht fotografiere

Supervollmond über Erfurt, Foto Melanie Kahl
Supervollmond über Erfurt / Foto: Melanie Kahl

Die nötigen Kameraeinstellungen um den Mond, speziell den Supervollmond fotografieren zu können, sind recht einfach. Warum ich den Supervollmond trotzdem nicht fotografiere erfährst du hier in diesem Beitrag.

 

Was ist überhaupt ein Supervollmond? Als super Vollmond wird der Mond bezeichnet, wenn er weniger als 360.000 km von der Erde entfernt ist. Bei dieser "geringen" Entfernung ist der Mond entsprechend groß für uns zu sehen und wird auch als Supervollmond bezeichnet.

 

Solche Himmelsereignisse sind für Fotografen immer ein großes Ereignis. Über die Medien bzw. diverse APPs, erfährt man rechtzeitig wann ein solches kosmisches Ereignis stattfindet. Nun geht es einen geeigneten Platz zu finden um einen freien Blick auf den Mond, die Kamera aufstellen und somit auch fotografieren zu können.

 

So ein Foto vom Mond, auf dem man die Struktur und unzähligen Krater klar erkennt ist immer etwas fantastisches, vor allem wenn man das Foto mit seiner eigenen Kamera gemacht hat. Und ja, Kamera! Mit dem Handy kann man den Mond nicht fotografieren und wenn dann ist er in der Regel nur ein leuchtender weißer Punkt.

 

Die Voraussetzungen und Kameraeinstellungen um einen solchen Mond fotografieren zu können sind recht überschaubar.

 

Was wir brauchen um einen Supermond zu fotografieren:

- Stativ, für einen sicheren Halt der Kamera

- Ein objektiv mit großer Brennweite um möglichst "nah" an den Mond ran zu kommen

- Kameraeinstellung: ISO um die 100, Blende ab 8 und Belichtungszeit nicht weniger als 1 sec

Die beschriebenen Kameraeinstellungen sind ausschlaggebend um ein scharfes, nicht überbelichtetes und nicht verzerrtes Foto vom Mond zu erhalten. Ist die Belichtungszeit zu lang wird der Mund zu einem unscharfen Ei. Ist die Blenden-Zahl zu gering, wird der Mond überbelichtet, also zu hell und verliert somit seine Struktur. Und wenn die ISO Zahl zu hoch eingestellt ist macht das Bildrauschen die Struktur des Mondes ebenfalls kaputt. 

 

Wenn es doch alles so einfach ist, warum fotografiere ich denn nicht den Mond zu so einem großen Ereignis wie dem Supervollmond? Die Antwort ist, weil es zu so einem Ereignis jeder macht, der Lust auf Fotografieren hat. Und somit gibt es dann einfach hunderte Fotos von dem selben Ereignis und um den Mond wirklich schön darstellen zu können muss man einfach ganz dicht an den Mond ran und so gibt es entsprechend unzählige Fotos auf denen nur der Mond zu sehen ist. 

Vollmond Foto von Melanie Kahl
Vollmond Foto von Melanie Kahl

Da kommt es auf ein Foto mehr oder weniger auch nicht an und würde ich Fotos vom Mond machen, würden diese in der Flut der anderen Supermond Fotos einfach untergehen. Also wozu dann der Aufwand, nachts wach bleiben, einen Ort suchen wo ich einen freien Blick auf den Mond habe Kamera aufbauen, Kamera einstellen und Foto machen... 

In dem Fall da freue ich mich lieber an den Fotos der anderen ...

 

Gerne können wir auch mal gemeinsam den Nachthimmel fotografieren und ich zeige dir wie du die richtigen Kameraeinstellungen praktisch anwendest und mehr als nur die Mondkugel auf deinem Foto hast.

 

Am besten meldest du dich zu unserem FOTOTOUR THÜRINGEN Newsletter an, damit du siehst wann wir die nächste Fototour bei Nacht haben und gemeinsam die Sterne fotografieren. Zum Newsletter kannst du dich einfach über das nachfolgende Formular, unten auf der Seite, anmelden.

 

Ich freue mich, wenn wir uns beim gemeinsamen fotografieren kennenlernen können,

deine Fotografin, Melanie Kahl

 

#WeilFotografierenSpassMacht 

Diese Bücher zur Nachtfotografie kann ich dir sehr empfehlen:




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